- Entfernung - 6 Nm
- Tiefe - 42 m
- Beschreibung - Wrack - Tauchen vom Boot aus
- Kategorie - **/AOWD und mehr

Die Geschichte und Untergang der "Tübingen"
Die "Tübingen" war ein deutsches Lazarettschiff während des Zweiten Weltkriegs. Das ehemalige Französisch Passagierschiff wurde 1922 gebaut und segelte unter dem Namen „Governor General Tirman“. Es wurde an Forges & Chantiers de la Mediterranee in Le Havre, Frankreich gebaut und von der Reederei Société Générale de Transport Maritime (SGTM) für den Personenverkehr eingesetzt.
Es kam unter der Flagge des Dritten Deutschen Reiches im Zweiten Weltkrieg und begann seinen Dienst als Wohnschiff der deutschen Kriegsmarine, später zu einem Lazarettschiff umgebaut und als solches unter dem Namen „Tübingen“ in Nordafrika, Italien, Griechenland, Montenegro und Kroatien eingesetzt.
Als Lazarettschiff nahm die „Tübingen“ deutsche Soldaten aus Ägypten, Montenegro und anderwo auf und brachte die Verwundeten an die nördliche Adria und Italien. Es wurde von der britischen Marine mehrmals im Jahr 1944 inspiziert.
Am 18 November 1944 war das Schiff auf seinem Weg von der montenegrinischen Hafenstadt Bar an die nördliche Adria. Es wurde von britische Flugzeugen angegriffen. Der Maschinenraum wurde getroffen und ein Diesel-Tank in Brand gesetzt. Die Luftangriffe dauerten etwa 10-12 Minuten.
Die „Tübingen“ sank brennend und neun Besatzungsmitglieder wurden getötet, zahlreiche wurden verletzt. Die meisten der Schiffbrüchigen konnten sich in Rettungsboote retten, auch blieb der Angriff nicht unbemerkt und deutsche Torpedoboote kamen zur schnellen Rettung aus dem nahen Hafen von Pula.
Die Briten behaupteten später, dass sie nicht wussten, dass es sich bei dem Schiff um ein Lazarettschiff handelte wegen angeblicher Dunkelheit und der Tatsache, dass das Schiff seine Lichter ausgeschaltet hatte. Da der Angriff aber am Morgen passierte, bezwiefelten die Deutschen dies. Die deutsche Version von Wikipedia hält den Angriff für ein Kriegsverbrechen.
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